Hornhaut-Chirurgie
Eine kleine Änderung der Krümmung der Hornhaut hat eine grosse Wirkung, da die Hornhaut den Hauptanteil der Brechkraft des Auges übernimmt. Bei Kurzsichtigkeit wird in der Mitte der Hornhaut die Brechkraft durch Abflachung reduziert. Die Lichtstrahlen werden weniger stark gebrochen und bündeln sich so wieder scharf auf der Netzhaut. Bei Weitsichtigkeit wird das Zentrum aufgesteilt. Die Lichtstrahlen werden dann stärker gebrochen und wieder auf die Netzhaut gelenkt. Bei Astigmatismus wird die unregelmässige Krümmung der Hornhaut ausgeglichen. Die Oberfläche nähert sich wieder der idealen Kugelform an.
Hornhautchirurgische Verfahren
- Laser-Techniken
- Schnitt-Techniken
- Hornhaut-Implantate
Laser-Techniken:
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Excimer-Laser
Der Excimer-Laser dringt nur wenige tausendstel Millimeter in die Hornhaut ein. Mit ihm können daher sehr genau dosiert Hornhautschichten abgetragen werden. Der Laser arbeitet im unsichtbaren Ultraviolettspektrum (Wellenlänge: 193 mm). In der weit überwiegenden Mehrzahl der Fälle ist danach das Sehen ohne Brille oder Kontaktlinse wesentlich besser als vorher.
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Photoablative refraktive Keratektomie (PRK)
Bei diesem Verfahren wird durch einen Excimer-Laser die Brechkraft der zentralen Hornhaut computergestützt verändert. Der Eingriff beschränkt sich auf die Oberfläche der Hornhaut. Hier wird eine sehr dünne Hornhautschicht der Hornhautmitte mit dem Laser abgetragen. Seit 1986 bestehen Erfahrungen mit dem Excimer-Laser. Die PRK wird routinemässig für die Korrektur von niedriger bis mittlerer Kurzsichtigkeit (ca. -2 bis -6 dpt.) und bei mässiger Hornhautverkrümmung (bis ca. -3 dpt.) eingesetzt. Bei oberflächlichen Narben oder krankhaften Veränderungen der Hornhaut kann die PRK weiterhin als spezielle therapeutische Augenoperation sinnvoll angewendet werden. Sie wird dann PTK (phototherapeutische Keratektomie) genannt. In den ersten Tagen nach der PRK können Schmerzen auftreten, die aber medikamentös zu behandeln sind. Seit 1993 wird die PRK für die Korrektur der Kurzsichtigkeit bis -6 dpt. von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und dem Berufsverband der Augenärzte (BVA) als nachrangige Alternative zur Brille und Kontaktlinse anerkannt. Das Verfahren der PRK wird für Fehlsichtigkeiten bis -6 dpt. als sicher und zuverlässig eingestuft. Langzeiterfahrungen über mehrere Jahrzehnte liegen noch nicht vor.
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Laser in situ Keratomileusis (LASIK)
Zur Korrektur höherer Fehlsichtigkeiten (-6 bis -10 dpt.) hat sich die Kombination von Excimer-Laser-Technik (PRK) mit einer Schnittechnik (Keratomileusis) als vorteilhaft erwiesen. Der eigentliche brechkraftändernde Lasereingriff wird dabei in das Innere der Hornhaut verlegt. Bei der LASIK wird mittels eines automatischen Messers (Mikrokeratom) ein dünnes Scheibchen der oberflächlichen Hornhaut eingeschnitten und aufgeklappt. Daraufhin wird mit dem Excimer-Laser eine tiefere Hornhautschicht abgetragen. Nach dieser Laserbehandlung wird der Hornhautdeckel wieder zurückgeklappt. Ein Nähen des Hornhautscheibchens ist nicht erforderlich, da sich das Scheibchen wieder an die darunterliegende Hornhaut anlegt.
Das Hornhautscheibchen wirkt somit als bedeckender Schutz für die entstandene Wunde. Die Patienten verspüren nach dieser Augenoperation in der Regel nur wenig Schmerzen. Das LASIK-Verfahren wird seit 1991 angewandt. Bisherige Untersuchungen zeigten gute Ergebnisse bei Behandlung der Kurzsichtigkeit bis ca. -10 dpt., Weitsichtigkeit bis ca. +4 dpt. und einer Hornhautverkrümmung von mehr als ca. -2 dpt..
Für die Behandlung von Kurzsichtigkeiten von ca. -6 dpt. bis ca. -10 dpt. ist die LASIK laut der Kommission des Berufsverbandes der Augenärzte (Kommission Refraktive Chirurgie) wissenschaftlich anerkannt.
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Laser-Thermo-Keratoplastik (LTK)
Durch Einsatz des Holmium-Lasers, welcher im Infrarotbereich (Wellenlänge ca. 2,1 µm) arbeitet, ist die Behandlung der Weitsichtigkeit mittels LTK-Technik möglich. Durch die Wärmewirkung dieses Laserstrahls kommt es im Hornhautgewebe zu einer narbigen Veränderung. Die Laserherde werden ringförmig am Rand der Hornhaut angebracht, wodurch es zu einer Schrumpfung der betroffenen Hornhautschichten kommt. Hierdurch entsteht im unbehandelten zentralen Hornhautbereich eine stärkere Krümmung, die eine bestehende Weitsichtigkeit in bestimmten Grenzen ausgleichen kann. Geringe Weitsichtigkeiten und geringfügigen Überkorrekturen, z.B. nach PRK, können mit der LTK behandelt werden. Allerdings ist der Effekt dieser Behandlung mit der Zeit abnehmend. Da die Behandlungsresultate nicht unseren Qualitätskriterien entsprechen, wird die LTK in unserer Klinik nicht angewendet.
Chirurgie mit dem Diamantmesser:
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Astigmatische Keratotomie (AK)
Die AK hat ihren Ursprung in der sogenannten radiären Keratotomie (RK) von Professor Fjodorov aus Moskau. Die AK ist die operative Behandlung einer Hornhautverkrümmung mit dem Diamantmesser. Bei ihr werden gezielt Einschnitte in die Hornhaut so plaziert, dass sie sich im Bereich der stärkeren Krümmung abflacht. Mittels AK können stärkere Hornhautverkrümmungen von mehr als -5 dpt. behandelt werden. Dieses Verfahren bietet sich insbesondere bei erworbener Hornhautverkrümmung an.

