Das Auge
Der Aufbau des Auges ähnelt einer Kamera. Es gibt bildentwerfende Organe, die brechenden Medien: Hornhaut und Linse. Das bildaufnehmende Organ ist die Netzhaut (Retina).

Der vorderste Teil des Auges - die Hornhaut - hat 2/3, die Augenlinse 1/3 der Brechkraft des Auges. Beide zusammen erfüllen sie die gleiche Aufgabe wie ein Foto-Objektiv. Bei einem gesunden Auge sind Hornhaut und Linse klar; Trübungen in einem oder beiden Organen können zu einer Verschlechterung der Sehschärfe führen.
Die Linse, bestehend aus einem Kern und einer Rinde, wird von der Linsenkapsel umschlossen, die mit elastischen Fasern - den Zonulafasern - am Strahlenkörper des Auges hinter der Regenbogenhaut (Iris) aufgehängt ist.
Die Pupille erfüllt die Aufgabe einer Blende. Ihre Weite wird von Muskeln in der Regenbogenhaut (Iris) bestimmt, je nach Intensität des Lichtes.
Die Netzhaut ist dem fotografischen Film vergleichbar. Die dort auftreffenden Lichtstrahlen werden in elektrische Reize umgewandelt und über den Sehnerven an das Sehzentrum im Gehirn weitergeleitet, wo das eigentliche Bild entsteht.
Anatomie des Auges
So wie die Linsenobjektive die Lichtstrahlen auf einen Fotofilm bündeln, so muss auch auf der Netzhaut das ins Auge einfallende Licht durch Hornhaut und Linse gesammelt werden. Nur wenn deren Brechwert exakt auf die Länge des Auges abgestimmt ist, können Bilder scharf gesehen werden. Die Stelle auf der Netzhaut, auf die die Lichtstrahlen gebündelt werden, heisst Makula. Diese "Stelle des schärfsten Sehens ist nur ein sehr kleiner Teil der Netzhaut, aber unerlässlich für die Lesefähigkeit. Die übrigen 98% der Netzhautfläche bilden das "Gesichtsfeld, in dem vor allem Bewegung und Gegenstände in der äusseren Peripherie wahrgenommen werden.
Sind Brechkraft von Hornhaut und Linse und die Augapfellänge nicht aufeinander abgestimmt, so liegt eine Fehlsichtigkeit vor. Dafür gibt es verschiedene Ursachen. Meist ist der Augapfel zu lang (Kurzsichtigkeit) oder zu kurz (Weit- oder Übersichtigkeit). Gleichzeitig kann auch eine unregelmässige Hornhautkrümmung verzerrte Bilder hervorrufen. Dann spricht man von Stabsichtigkeit.
Eine Korrektion dieser Fehlsichtigkeiten war früher nur mit Brille und Kontaktlinsen möglich.

In der Netzhautmitte (Makula) werden alle Sehinformationen, die über die Pupille und Linse in das Auge gelangen, punktförmig dargestellt.

