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Effizienz von Tränenwegs-Stöpseln bei Sicca-Syndrom

Thumm Dietmar W.
Augenarztpraxis, Luzern

Hintergrund:

Seit Jahren werden unterschiedliche Tränenwegs-Stöpsel (Plugs) zur Therapie der Keratoconjunctivitis sicca auf dem Markt angeboten. Ziel war, herauszufinden, wieviel die Stöpsel wirklich taugen. Patienten und Methoden: 50 Sicca-Patienten wurden mittels den zur Verfügung stehenden Tests (BUT, Schirmer, LIPCOF, Fluorescein und Lyssamingrün-Anfärbung, Tränenmeniscus, ev. nasale Stimulation und Farnkrauttest) möglichst genau bezügl. Sicca erfasst.

Ausschlusskriterien waren Augenerkrankungen, welche eine anderweitige Lokaltherapie erforderten. Das rechte Auge wurde anschliessend mit einem Plug versorgt.

Nach 1 Woche, 1 Monat, 2 Monat und 6 Monaten wurden die beiden Augen miteinander verglichen. Studiendesign: Prospektive randomisierte klinische Studie.

Ergebnisse:

4% der Pat. ertrugen den Plug nicht, rund 12% verloren den Stöpsel trotz vorherigem Gauging. In den meisten Fällen war adjuvante Therapie mit Tropfen oder Gel notwendig, es konnte aber meist mindestens ein zusätzliches Therapeuticum eingespart werden.

Häufig benötigte auch das linke Auge weniger Tropfen als vorher.

Der Erfolg war abhängig von der Art der Sicca bzw. der zugrundeliegenden Störung.

Die Resultate werden detailliert mit Beispielen illustriert aufgezeigt.

Schlussfolgerungen:

Tränenweg-Stöpsel können als Ergänzung zur Therapie des Trockenen Auges sehr nützlich sein und je nach Äthiologie der KCS mindestens ein zusätzliches Therapeuticum einsparen. Ein Plug nur am rechten Auge zeigte auch einen positiven Effekt auf das linke Auge.

Finanzielle Interessen:

keine