Augenklinik Sursee   Beratung und Behandlung in entspannter Atmosphäre
 

Häufig gestellte Fragen

1. Was ist vor der Behandlung zu beachten?

Kontaktlinsenträger sollten zwei (bei weichen Kontaktlinsen) bzw. drei Wochen (bei harten Kontaktlinsen) vor der entscheidenden Voruntersuchung und ebenso vor der Operation auf das Tragen der Kontaktlinsen verzichten. Nur so ist eine exakte Ausmessung der Hornhaut möglich. Dies ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Eingriffes: Falsche präoperative Messergebnisse führen zu einer falschen Ausmessung der Behandlung!

Am Tag der Voruntersuchung und am Tage der Behandlung darf kein Augen-Make up getragen werden.

Auch alkoholische Duftwasser sind am Operationstag zu vermeiden.

2. Wie verhalte ich mich nach der Behandlung?

Unmittelbar im Anschluss an die Behandlung erhalten Sie einen Augenverband oder eine Augenklappe für unbeabsichtigtes Berühren des frisch operierten Auges. Bei einer Excimer-Laser Behandlung mittels PRK wird eine extrem dünne weiche Kontaktlinse für etwa drei Tage als Verband auf die Hornhaut gelegt. Sie schützt die behandelte Hornhaut und hält die postoperativen Beschwerden so gering wie möglich. Bevor Sie unsere Klinik verlassen, erhalten Sie exakte Anweisungen, wie Sie sich in den kommenden Tagen verhalten sollen, welche Augentropfen Sie anwenden und wann Sie zur Kontrolle zu uns kommen sollen. Bitte halten Sie diese Anweisungen exakt ein: sie entscheiden ebenso, wie die Behandlung selbst, über den Erfolg. Rechnen Sie mit einer zirka dreitägigen Arbeitsunfähigkeit nach der Operation. Sie werden unmittelbar nach der Behandlung noch einmal exakt darüber instruiert, welche Beschwerden auftreten können und was Sie ggf. dagegen tun können. Sie erhalten auch eine Information darüber, wie Sie jederzeit Ihren behandelnden Arzt erreichen können.

In den ersten drei bis vier Wochen nach der Laserbehandlung sollten Sie vermeiden, sich übermässiger körperlicher Belastung und Ultraviolett-Bestrahlung (also übermässiger Sonnenbestrahlung, Solarium, etc.) auszusetzen.

Wenn Ihnen bei den postoperativen Kontrolluntersuchungen mitgeteilt wird, dass die Wundheilung abgeschlossen ist, können Sie im wesentlichen wieder ein normales Leben führen. Vermeiden Sie jedoch noch für wenigstens 4 Wochen übermässiges Reiben am behandelten Auge.

3. Arbeitsunfähigkeit?

Bei - glücklicherweise üblichem - normalem und komplikationslosem Verlauf kann die Arbeit nach wenigen Tagen, normalerweise längstens 1 Woche nach dem Eingriff, wieder aufgenommen werden. Sonderfälle müssen im persönlichen Gespräch abgeklärt werden.

4. Wann kann ich wieder Auto fahren?

Die Teilnahme am Strassenverkehr ist erst wieder möglich, sobald sich ein ausreichendes Sehvermögen auf dem behandelten Auge eingestellt hat, bei einer beiderseitigen, höhergradigen Fehlsichtigkeit teilweise erst nach Behandlung auch des zweiten Auges.

5. Langzeiterfahrungen?

Für die refraktiven Verfahren gibt es unterschiedlich lange Erfahrungszeiträume Linsen im Auge gibt es seit den 70er –Jahren, Für die Kontaktlinse im Auge (Artisan-Linse) gibt es Ergebnisse seit etwas etwa 1990. Excimer-Laser-Behandlungen werden in grösserem Ausmass seit etwa 1997 durchgeführt, der Durchbruch für LASIK kam nach 2000. Diese Zeiträume sind aber nur bedingt aussagefähig, weil die Verfahren in ständiger, verbessernder Entwicklung begriffen sind und deshalb beispielsweise die Ergebnisse der PRK von vor 10 Jahren nur noch sehr ungenaue Aussagen für die Leistungsfähigkeit dieses Verfahrens in seiner heutigen Form zulassen. Gleichermassen gilt dies auch für alle Verfahren der Refraktiven Linsenchirurgie. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass beim Laser Schwierigkeiten entweder im esten Jahr oder gar nicht auftreten, bei der Linsenchirurgie treten die häufigsten Probleme innerhalb der ersten drei Jahre auf.

6. Risiken / Blindwerden?

Bei jeder Operation besteht ganz grundsätzlich immer auch das Risiko des Fehlschlages. Bei den heute angewandten Verfahren der Refraktiven Chirurgie ist das Risiko ernsthafter Komplikationen allgemein als äusserst gering einzuschätzen, jedoch nie ganz auszuschliessen. Das Risiko an einem solchen Eingriff zu erblinden, ist extrem gering.

Voraussetzungen für die Minimierung des Risikos auf den geringsten gegenwärtig erreichbaren Stand, hängen wesentlich von der Erfahrung des durchführenden Chirurgen einerseits und von der Zuverlässigkeit des Patienten bei der Beachtung und Durchführung der postoperativen Behandlungsanweisungen andererseits ab.

Konkrete Angaben lassen sich für den jeweils individuellen Fall nur im persönlichen Gespräch mit dem Augenarzt nach der Untersuchung machen.

7. Schmerzen?

Die Operationen selbst werden in örtlicher Betäubung durchgeführt und verursachen deshalb keine Schmerzen. Lediglich während der Behandlung wird manchmal ein gewisses Druckgefühl empfunden.

Nach der Operation können, unterschiedlich je nach Art des Eingriffes, Missempfindungen bis hin zu manchmal erheblichen Schmerzen im Sinne eines starken Fremdkörpergefühls am Auge auftreten. Dem wird durch entsprechende medikamentöse Behandlung begegnet.

8. Können beide Augen auf einmal behandelt werden?

Wir vertreten die Auffassung, dass die Behandlung beider Augen in einer Sitzung nach aller Möglichkeit vermieden werden sollte. Von diesem Prinzip weichen wir nur unter besonderen, unabweisbaren

Umständen ab. Näheres dazu muss im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient geklärt werden.

9. Brille nach der OP?

Eine operative Korrektur der Fehlsichtigkeit auf exakt 0,0 Dioptrien, selbst unter strengsten Prüfbedingungen, ist ein eher seltenes Ereignis als die Regel. Ob man nach der Operation noch eine Brille "braucht", hängt im wesentlichen davon ab, welche Anforderungen der Patient an das Sehvermögen stellt. Allgemein lässt sich die Frage am besten so beantworten: Sinn der Operation ist, von der Notwendigkeit eine Brille tragen zu müssen, loszukommen. Definiert man dies so, dass das unkorrigierte Sehvermögen für die Bedürfnisse des täglichen Lebens weitestgehend ausreicht, so wird dies heute bei fast allen Patienten erzielt. Dies schliesst also auch alle diejenigen geringfügigen Rest-Fehlsichtigkeiten ein, die zwar nachweisbar bleiben, für den Patienten aber im täglichen Leben keine Beeinträchtigung darstellen. Davon bleibt unberührt, dass unter besonderen Bedingungen, z.B. nächtlichem Autofahren etc., die Verwendung einer geringfügigen, zusätzlichen Brillenkorrektur ratsam sein könnte.

9a. Lesebrille nach der OP?

Da ein ehemalig kurzsichtiger Patient durch eine solche Operation im wesentlichen "normalsichtig" wird, bedarf er auch ab dem Eintritt der sog. Alterssichtigkeit (ab etwa dem 45.-50. Lebensjahr) einer Lesebrille, wie sie jeder von Natur aus normalsichtige Mensch ab diesem Zeitpunkt ebenfalls benötigt. Die Alterssichtigkeit ist ein natürlicher Vorgang, der gesetzmässig bei jedem Menschen eintritt, unabhängig davon, ob er am Auge operiert ist oder nicht.

9b. Gering Kurzsichtige haben die Wahl?

Man könnte für die gering Kurzsichtigen sagen, dass man ab etwa dem 45. Lebensjahr nicht mehr, gänzlich ohne Brille auskommen kann, sondern nur noch die Wahl hat, ob man lieber in der Ferne ohne Brille auskommen möchte, dafür aber eine Lesebrille benötigt oder lieber zum Lesen keine Brille benötigt, dafür aber in der Ferne eine Brille braucht.

10. Wie lange hält die Behandlung?

Nach unseren bisherigen Erkenntnissen kann man davon ausgehen, dass die nach spätestens zwei Jahren erzielten Ergebnisse nach menschlichem Ermessen dauerhaft sind, wenn nicht das Auge wieder wächst.

11. Kann man nach einer solchen Operation Kontaktlinsen tragen?

Kontaktlinsen zur Korrektur eines etwaigen Rest-Brechungsfehlers können auch nach allen Refraktiven Operationen getragen werden. Allerdings ist bei Eingriffen an der Hornhaut durch deren veränderte Form die Anpassung etwas schwieriger.

12. Wann kann man wieder Sport treiben?

In der Regel nach vier Wochen. Extremsportarten sind im Einzelfall zu erörtern.

13. Was ist in der Zwischenzeit zwischen den Operationen beider Augen?

Da wir in aller Regel die Behandlung beider Augen in einer Sitzung nicht für sinnvoll halten, wird in dieser Zwischenzeit möglicherweise ein beschwerlicher Zustand herrschen: Kontaktlinsenträger überbrücken diese Zeit ohne nennenswerte Probleme dadurch, dass sie auf dem noch nicht operierten Auge ihre Kontaktlinse weitertragen. Beachtet werden muss aber, dass unter Umständen (LASER) die Kontaktlinsen 2-3 Wochen vor dem Eingriff konsequent nicht getragen werden sollten. Brillenträger müssen diese Zeit dadurch überbrücken, dass sie entweder das noch nicht operierte Auge unkorrigiert lassen oder die alte Brille weitertragen, die aber dann auf dem schon operierten Auge ein unscharfes Bild erzeugen wird. Für diese Fälle gibt es kein Patentrezept – man wird diese Zeit je nach Situation behelfsmässig überbrücken müssen. Je nach dem, wie problematisch dies für den einzelnen Patienten ist, wird man im Einzelfall über die Vorgehensweise entscheiden und auch den Operationszeitpunkt des zweiten Auges bestimmen.

14. Wie ist die Behandlung nach der Operation?

Sie unterscheidet sich je nach Operationsverfahren. Üblicherweise besteht sie in der Anwendung von Augentropfen über eine begrenzte Zeit. Es ist ausserordentlich wichtig, dass sowohl die Kontrollzeitpunkte als auch die Anweisungen des Arztes vom Patienten exakt eingehalten werden. Wenn es dabei zu irgendwelchen Problemen kommt, muss der behandelnde Arzt unverzüglich konsultiert werden. Die postoperative, medikamentöse Nachbehandlung, die insbesondere bei einer PRK die Behandlung mit cortisonhaltigen Augentropfen über eine gewisse Zeit einschliesst, erfordert regelmässige Kontrollen, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden.

Wir empfehlen nach der Operation das operierte Auge zumindest in zweijährlichen Zeitabständen kontrollieren zu lassen.

15. Behandlung während einer Schwangerschaft?

Zwar sind grundsätzlich keine Nebenwirkungen einer brechkraftverändernden Operation und der notwendigen Nachbehandlung auf eine Schwangerschaft bekannt. Dennoch würden wir aus Vorsichtserwägungen heraus keiner Patientin raten, sich ausgerechnet während der Schwangerschaft einer solchen Behandlung zu unterziehen.

16. Nachbehandlung?

Grundsätzlich ist es möglich, mit dem Laser nachzubehandeln oder die eingepflanzte Linse auszutauschen, wenn die Fehlsichtigkeit im ersten "Anlauf" nicht vollständig beseitigt worden ist oder wenn der Effekt nach einiger Zeit wieder nachlassen sollte (Regression). Diese Nachbehandelbarkeit ist aber nur innerhalb bestimmter Grenzen möglich und sinnvoll. Diese Grenzen werden bei dem Vorschlag für das bestgeeignete Behandlungsverfahren im Einzelfall berücksichtigt.